Getroffen: Jeff Koons in Frankfurt

Das Schöne an der Kunst ist, dass man sich darüber streiten kann. Und über Koons kann man streiten. Die einen sind vehement der Überzeugung „was ist daran noch Kunst, einer, der seine Kunstwerke von anderen anfertigen lässt“ und andere zahlen Millionen für einen Koons. Fakt ist, Jeff Koons ist einer der bekanntesten Künstler der Gegenwart. An dieser Stelle hört frankfurtfashion auf über das Schaffen des Künstlers zu informieren und versucht auch nicht die Werke desselben zu interpretieren. Informationen über Koons findet man im Netz (hier zum Beispiel bei Wikipedia) genügend und auch die Schirn und das Liebighaus, in denen derzeit die Doppelausstellung Jeff Koons – The Painter (Schirn) und Jeff Koons – The Sculptor (Liebighaus) zu sehen ist, haben einen Katalogdoppelband mit allen Hintergrundinformationen zur größten Koons Doppelausstellung herausgebracht. Mit etwas googeln gelangt man auch zu den Fachkundigen Artikeln von FAZ und Co.

Aber, über was schreibt man dann, wenn man die Ehre hatte, die offizielle Pressekonferenz der Jeff Koons Ausstellung in Frankfurt zu besuchen und den Künstler einmal auf einen Meter Abstand treffen zu können?

Erstmal, Jeff Koons ist kleiner als frankfurtfashion.net ihn sich aufgrund von Fernsehberichten oder Fotos vorgestellt hat. Soviel zum äusseren Erscheinungsbild des Künstlers. Koons ist ein Meister der Posen und ein Vollprofi, was die Arbeit mit Journalisten und Fotografen angeht. Seine einstudierten Posen wiederholt er gekonnt vor seinen Kunstwerken. Stark und Selbstbewusst. Auf den ersten Eindruck eine vielleicht arrogant wirkende Attitüde. Und plötzlich zeigt sich die andere Seite des Außnahmekünstlers. Eine angenehme, ruhige Stimme. Auch auf der Pressekonferenz ist es eine Freude, dem Künstler zuzuhören. Höhepunkt: Koons führte durch seine Ausstellung „Jeff Koons – The Sculptor“ im Liebighaus (übrigens, eine Geniestreich der Kuratoren, die Integration der Werke Koons in die bestehende Skulpturensammlung) . Er erzählt Anekdoten zu den Kunstwerken und geht auf Körperkontakt mit den Journalisten. Etliche Journalisten und Fotografen drängen sich um den Künstler, er selber bleibt ruhig. Und am Ende gibt er fleißig Autogramme und posiert mit seiner Familie.

Auch wer nicht in den Genuss kommt, Koons einmal auf Augenhöhe zu treffen, dem sei die Doppelausstellung in der Schirn Kunsthalle und dem Liebighaus in Frankfurt ans Herz zu legen. Jeff Koons Kunst ist bekömmlich und nahbar. Sie macht fröhlich und lässt einen schmunzeln. Zu empfehlen sind die Skulpturensammlung, unter denen sich übrigens einige neue noch nicht ausgestellte Werke befinden, genauso wie die überdimensionalen Gemälde in der Schirn Kunsthalle. Erst nach Besuch beider Ausstellungen erhält man einen Eindruck des Gesamtschaffens des Künstlers. Die Ausstellungen sind noch bis 23.09.2012 geöffnet. Alle Informationen zu Öffnungszeiten & Eintrittspreisen, sowie Anfahrt findet man auf den Webseiten von Schirn und Liebighaus.



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